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Pflege von gestrickten Lieblingsteilen

Moin zusammen

 Vor einiger Zeit habe ich tatsächlich eines meiner gestrickten Lieblingsteile 

versehentlich mit in die Waschmaschine getan. Leider konnte ich es danach 

nur noch entsorgen. Ich bin sehr traurig deswegen. 

 

Marlies von Edler Zwirn hat ein paar Tipps & Tricks für uns, wie wir unsere 

Lieblingsteile pflegen, damit wir lange Freude daran haben. 

 

 

 

Tipps & Tricks zur Pflege Deiner selbstgestrickten Lieblingsteile 


Wir stricken auch deshalb so gerne, weil Pullover, Socken und Mützen nicht nur bei Freunden und Familie beliebte Geschenke sind, sondern auch wir uns immer wieder neu in die kuschelig-weichen Lieblingsteile verlieben. Deshalb wäre es doch schade, wenn sie verfilzen, aus der Form geraten oder kaputt gehen würden. Wir verraten die besten Tipps und Tricks zur Pflege selbstgestrickter Wohlfühlmode

 

 

Luftreinigung für edle Zwirne 

Eines gleich vorweg: Nicht immer, wenn dein Lieblingspulli nach Essen oder Schweiß riecht, musst du ihn sofort in die Wäsche geben. Teure und edle Wollsorten wie Merino-, Kaschmirwolle und Co. kannst du guten Gewissens bei trockener Luft auch einfach mal auf den Balkon hängen. So verfliegen schlechte Gerüche im Handumdrehen, ohne dass du die empfindliche Wolle strapazieren musst. Das ist natürlich auch im Winter möglich. Nur bei Schnee, Eisregen und Sturm solltest du deine mit Liebe gestrickten Unikate lieber ins Warme holen, damit die Feuchtigkeit ihnen nichts anhaben kann. 

 

 

 

Schleudergang oder Schleudersitz: Wie Wolle waschen? 

Wenn die Zeit dann doch gekommen ist, um deine dicken Winterpullover oder deine Bommelmütze zu waschen, entpuppt es sich als sehr hilfreich, wenn du die Pflegehinweise auf der Wolle aufgehoben und griffbereit hast.

 

Viele Wollsorten lassen sich im Wollwaschgang in der Maschine waschen. Sind die Pflegehinweise unauffindbar, solltest du aber lieber kein Risiko eingehen und dein Wollteil von Hand waschen. Egal, ob Handwäsche oder Waschmaschine – dreh deine Kleidungsstücke auf links, bevor du sie wäschst, so schonst du die Fasern zusätzlich und die Farben bleichen nicht aus.

 

 

Hand gemacht und von Hand gepflegt 

Von Hand waschen ja, aber wie? Du beginnst den Waschvorgang, indem du lauwarmes Wasser in ein Waschbecken oder eine Waschschüssel einlässt. Zu heiß sollte das Wasser allerdings nicht sein, damit der Pullover nicht schrumpft oder verfilzt. 

 

Was unseren Haaren nicht schadet, ist auch zur Wolle sanft. Du kannst also deine Wollkleidungsstücke beispielsweise mit Haarshampoo reinigen oder auch für die Handwäsche ein Wollwaschmittel verwenden. Gib ein wenig Waschmittel ins Wasser und lass das Wollkleidungsstück für einige Zeit einweichen. Am Ende vorsichtig auswringen und trocknen, wie das funktioniert, zeigen wir dir ein bisschen weiter unten.  

 

 


 

Wolle im Waschgang  

Wenn die Pflegehinweise es ausdrücklich erlauben, darf Selbstgestricktes auch in die Waschmaschine wandern und bei maximal 30 Grad im Wollwaschgang gereinigt werden. Besonders wichtig sind dabei möglichst wenige Umdrehungen im Schleudergang. 

 

Ein spezielles Wollwaschmittel pflegt feine Fasern und edle Zwirne auch in der Waschmaschine am besten. Wer denkt, er tut seinen Strickwaren mit Weichspüler etwas Gutes: Lieber die Finger davon lassen, die Gefahr ist ansonsten groß, dass die Wolle einläuft.  


 

Trocken legen will gelernt sein

 

Auch beim Trocknen von Selbstgestricktem gibt es einiges zu beachten. Beginnen wir mit den Dont’s, also dem, wie du deinen Pullover nicht trocknen solltest:

 

  • Auf keinen Fall in den Trockner geben
  • Nicht auf der Heizung trocknen
  • Nicht mit Wäscheklammern oder auf einem Bügel aufhängen
  • direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Hintergrund ist der, dass UV-Licht die Farben ausbleichen lässt und Hitze nicht gut für die Fasern ist. Das ist auch der Grund, weshalb du deine Wollteile nicht bügeln solltest.

 

Und so geht es richtig:

  • Im Liegen trocknen
  • Auf ein Handtuch legen
  • Getrocknet in Form ziehen  

 

Vergiss mein nicht: Die richtige Aufbewahrung bis zum nächsten Winter 

Frisch gewaschen geht es für dicke Wolle ab in den Sommerschlaf. Damit du dich auch im nächsten Winter noch an weicher Kuschelwolle erfreuen kannst, spielt die richtige Lagerung allerdings eine wichtige Rolle.

 

Wollpullover und -kleider sollten nicht auf Kleiderbügel in den Schrank gehängt werden. Durch das relativ hohe Eigengewicht verziehen die Kleidungsstücke sich nämlich und verlieren ihre Form. Auch offene Kleiderschranksysteme sind ungeeignet. Geschlossene Schranktüren schützen vor Ausbleichen.

 

Stattdessen kannst du deine Kleidungsstücke aus Wolle in Packpapier oder Leinentücher einschlagen und in den Schrank legen. Damit leistest du einen ersten Beitrag dazu, deinen Kleiderschrank mottensicher zu machen. Mottenkugeln, Zedernholz und Lavendel sind weitere beliebte Hausfrauentricks, um Motten abzuhalten. Und wenn sich die kleinen, lästigen Tierchen doch einnisten? Wolle kannst du einfrieren, um die Larven abzutöten. 

 

 

Pilling: Das ewige Leid mit den Wollsachen 

Ein weiterer Feind von Naturmaterialien wie Wolle ist das sogenannte Pilling, die kleinen Knötchen und Fäden, die qualitativ hochwertige Wollprodukte leider schnell alt und gebraucht aussehen lassen. Pilling ist, entgegen der weitverbreiteten Meinung, kein Zeichen schlechter Qualität. Im Gegenteil, es sind häufig die feinen, kurzen Fasern edler Wolle wie zum Beispiel Kaschmir, die für die Knötchenbildung anfällig sind.

 

Pilling entsteht durch Reibung an besonders beanspruchten Stellen, bei Pullovern also zum Beispiel am Bund oder den Ellenbogen. Vorbeugen kannst du ihm, indem du deine Wollkleidungsstücke gleich nach dem Stricken und später noch einmal nach dem Waschen mit einer Fusselbürste behandelst und so lose Fäden entfernst. Knötchen wirst du wieder los, wenn du mit einem Einwegrasierer vorsichtig über die betroffenen Stellen gehst. Nur mit der Hand ausreißen solltest du die Fäden nicht. 

 


Mit unseren Tipps hast du garantiert nicht nur weiterhin viel Spaß beim Stricken, sondern auch

lange Freude an deinen fertigen Kleidungsstücken. So kann der Winter kommen.  

Autorenname: Marlies Tusch

 

Marlies ist begeisterte Bastlerin und strickt sich ihre modischen Kleidungsstücke am liebsten selbst. Auf dem Blog über edle Wollsorten EdlerZwirn schreibt sie als freie Autorin über Themen wie Tierschutz und Herkunft der Wolle und viele weitere spannende Themen rund ums Stricken und Häkeln. 


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